Die Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern läuft. Dort liefern sich die regierende SPD mit Ministerpräsidentin Manuela Schwesig und ⁠die AfD ​ein absolutes Kopf-an-Kopf-Rennen.

Landtagswahl 2026: Umfragen für Mecklenburg-Vorpommern

Von ihren 39 Prozent bei der letzten Landtagswahl ist Schwesig gar nicht so weit entfernt. Die letzte Umfrage sah sie und ihre SPD zuletzt bei 37 Prozent.

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Die AfD hingegen, die monatelang in Umfragen vorn lag, kam in der letzten Umfrage nur auf 36 Prozent. Dennoch: Aus 16 Prozent bei der letzten Landtagswahl ist inzwischen mehr als das Doppelte geworden.

Für die Regierungsbildung gilt aber: Die AfD hat trotz ihrer Stärke keine realistische Aussicht auf eine absolute Mehrheit. Auch eine Regierungsbeteiligung der AfD ist äußerst unwahrscheinlich, weil die anderen Parteien zusammengenommen weiterhin über eine Mehrheit verfügen.

Landtagswahl Mecklenburg-Vorpommern 2026: Die Sitzverteilung nach Umfragen

Diese Koalitionen sind laut Umfragen möglich

Seit 2021 führt Schwesig eine rot-rote Koalition mit der Linken. Diese Konstellation dürfte nach den aktuellen Umfragen nicht mehr ausreichen. Anders sieht es mit einem dritten Partner aus: SPD, Linke und Grüne kämen nach den aktuellen Umfragen gemeinsam auf eine Mehrheit. Genau deshalb sind die Grünen in diesem Wahlkampf eine Schlüsselpartei.

Das Problem: Die Grünen stehen selbst auf der Kippe. In mehreren aktuellen Umfragen liegen sie exakt bei fünf oder sechs Prozent. Schafft die Partei den Einzug, ist Rot-Rot-Grün die derzeit naheliegendste Mehrheitsoption für Schwesig. Scheitern die Grünen, wird die Regierungsbildung erheblich komplizierter.

Dann wären verschiedene Minderheitsmodelle denkbar. Eine SPD-geführte Regierung könnte versuchen, sich für einzelne Vorhaben wechselnde Mehrheiten zu suchen. Auch eine Zusammenarbeit mit der CDU wäre theoretisch möglich.

CDU-Spitzenkandidat Daniel Peters schließt sowohl eine Koalition mit der AfD als auch mit der Linken aus. Eine Minderheitsregierung kann er sich dagegen vorstellen. Allerdings müsste die CDU dafür auch erst einmal in den Landtag kommen. In den letzten Umfragen lagen die Christdemokraten nur noch bei 6 Prozent. Die CDU steuert damit dem schlechtesten Landtagswahlergebnis ihrer Parteigeschichte entgegen.

Und dann gibt es noch das BSW. Sollte es entgegen den aktuellen Umfragen in den Landtag einziehen, könnte es die Mehrheitsbildung zusätzlich verkomplizieren.

Die Ergebnisse der letzten Landtagswahl 2021 im Überblick:

SPD: 39,6 Prozent

AfD: 16,7 Prozent

CDU: 13,3 Prozent

Linke: 9,9 Prozent

Grüne: 6,3 Prozent

FDP: 5,8 Prozent

Sonstige: 7,6 Prozent

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