Donald Trump und seine Frau Melania begrüßten Xi und dessen Ehefrau auf dem Militärstützpunkt Joint Base Andrews im Bundesstaat ⁠Maryland mit militärischen Ehren. Damit brach Trump mit dem üblichen Protokoll: Zuletzt hatte vor elf Jahren ein US-Präsident einen ausländischen Staatsgast auf dem Stützpunkt empfangen. Im Mittelpunkt des Gipfels stehen die Spannungen in den Bereichen Handel und Technologie sowie der Umgang mit dem Iran und Taiwan. Es ist die erste Reise des chinesischen Staatschefs in die USA seit fast drei ⁠Jahren.

Noch vor ​den für Donnerstag ‌geplanten Gesprächen verkündete US-Finanzminister Scott Bessent eine erste Einigung: Ein am 10. November auslaufendes Abkommen, das sogenannte Busan-Abkommen, das eine Zollpause im Handelsstreit zwischen den beiden Ländern vorsehe, sei um zwei Monate bis zum 10. Januar verlängert worden. „Wir haben uns heute getroffen, um auszuloten, ob wir ein größeres Abkommen anstelle einer Reihe kleinerer Schritte erreichen können“, sagte Bessent dem TV-Sender Fox News nach einem Treffen mit dem chinesischen Vizeregierungschef He ‌Lifeng.

Erwartungen sind niedrig

Die Erwartungen an einen umfassenden Durchbruch bei dem Treffen zwischen ⁠Trump und Xi werden als ​gering eingeschätzt. Insidern zufolge dürfte Xi die Ansprüche Pekings auf Taiwan nachdrücklich bekräftigen, während Trump trotz chinesischer Einwände an ⁠strengen US-Exportkontrollen festhalten will. Dennoch könnten die Verhandlungen zu Vereinbarungen über niedrigere Zölle in bestimmten Sektoren, eine Zusammenarbeit bei der Bekämpfung des Drogenschmuggels sowie eine Ausweitung des militärischen Dialogs führen. ‌Zudem wird erwartet, dass ⁠Trump sich für die ‌Freilassung von in ​China inhaftierten ⁠US-Bürgern einsetzt. Auch beim Thema ​Künstliche Intelligenz (KI) könnten beide Seiten trotz ihres harten Wettbewerbs weitere Gespräche vereinbaren. Flankiert ‌wird der ​Gipfel von einem Staatsbankett am Donnerstag, an dem auch die ‌Chefs ‌von Technologiekonzernen wie Apple, Nvidia und OpenAI teilnehmen sollen.

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