Die ukrainische Armee hat nach eigenen Angaben im Norden der östlichen Region Donezk weiteres Territorium von den russischen Streitkräften zurückerobert.
Das Dritte Armeekorps habe ein Gebiet von 51 Quadratkilometern wieder unter seine Kontrolle gebracht, sagte Brigadegeneral Andrij Biletskyj am Montag. Er befehligt die Einsätze in dem Gebiet seit vergangenem Monat. 250 russische Soldaten seien gefangen genommen worden.
Ziel des Einsatzes mit dem Namen „Vivaldi“ sei es, den russischen Angriff auf wichtige ukrainische Stützpunkte im Osten des Landes zu erschweren.
Insgesamt seien laut Biletskyj bei dieser Offensive 176 Quadratkilometer im Norden von Donezk zurückgewonnen worden. Dabei seien drei Dörfer befreit und zwei weitere Ortschaften gesichert worden. „Die Russen haben den eigentlichen Angriff verschlafen“, erklärte Brigadegeneral Andrij Biletskyj.
Nach Einschätzung der in Washington ansässigen US-Denkfabrik Institute for the Study of War (ISW) hat die Offensive das strategisch wichtige Ziel erreicht, die russischen Bemühungen zur weiträumigen Einkesselung des sogenannten Festungsgürtels aus ukrainischen Städten zu stören.
Russische Truppen rücken von Süden auf Städte vor
Zwar haben sich die russischen Vorstöße an der Front in diesem Jahr verlangsamt, doch rücken die Truppen von Süden her auf einige Städte vor und dringen weiter in die östliche Stadt Kostjantyniwka ein.
In Donezk im Osten der Ukraine finden seit Langem einige der schwersten Kämpfe des Krieges statt. Die Ukraine hält derzeit noch etwa 20 Prozent des Gebiets, während Russland die vollständige Kontrolle anstrebt. Die Übernahme von Donezk ist eine der Hauptforderungen Moskaus bei den derzeit stockenden Verhandlungen für ein Kriegsende, die die USA wiederbeleben wollen. Zu Beginn des Jahres hatte die Ukraine bei einer monatelangen Gegenoffensive im Südosten nach eigenen Angaben mehr als 700 Quadratkilometer zurückerobert.
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