Ein Passagierflugzeug auf dem Weg nach Tel Aviv hat am Mittwoch ein Notsignal ausgesendet, das auf eine mögliche Entführung hindeutete. Daraufhin ließ die israelische Luftwaffe vorsorglich Kampfjets starten.

Die Maschine der Gesellschaft Flydubai landete auf dem Flughafen Tabuk im Nordwesten Saudi-Arabiens. Die Airline erklärte laut dem israelischen Portal „Ynet“, dass der Notruf aufgrund eines gewalttätigen Vorfalls an Bord – einer Auseinandersetzung zwischen den Piloten – ausgelöst worden war. Das Unternehmen leitete eine Untersuchung des Vorfalls ein. Ein Flugzeug von Dubai sollte nach Saudi-Arabien geschickt werden, um die Passagiere abzuholen und den Flug nach Israel fortzusetzen.

Das Flugzeug war am Mittwochmorgen von Abu Dhabi nach Tel Aviv gestartet. Über Jordanien änderte der Flieger seinen Kurs und flog in Richtung Saudi-Arabien, wie im Online-Portal „Flight24“ zu sehen war.

Zuvor hatte die Maschine zunächst den Transpondercode 7700, das internationale Signal für einen allgemeinen Notfall, gesendet. Wenig später folgte der Code 7500, der in der Luftfahrt auf eine mögliche Entführung oder eine andere Form unrechtmäßiger Einflussnahme an Bord hinweist. Danach änderte das Flugzeug seinen Kurs.

Den Berichten zufolge befanden sich etwa 180 israelische Passagiere an Bord. Israelische Kampfjets seien unterwegs zu dem Flugzeug, hatte die „Times of Israel“ unter Berufung auf Sicherheitskreise berichtet.

Das israelische Militär teilte zu dem Vorfall mit, Generalstabschef Ejal Zamir berate sich gegenwärtig mit ranghohen Kommandeuren, darunter der Chef der Luftwaffe.

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