Deutschland und Großbritannien intensivieren ihre Zusammenarbeit bei der Bekämpfung von Cyberangriffen, Sabotage und anderen hybriden Bedrohungen. Das teilte die britische Regierung zum heutigen Besuch des britischen Premierministers Andy Burnham bei Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) mit. Die beiden Regierungschefs werden in Berlin unter anderem den deutsch-britischen Freundschaftsvertrag von 2025 in Kraft setzen.
Beide Länder „verpflichten sich zu einer Partnerschaft zur Abwehr hybrider Bedrohungen, um gegen feindliche Aktivitäten vorzugehen, die Sicherheit und Wohlstand in unseren beiden Ländern bedrohen“, teilte die Downing Street mit. „Die hybride Bedrohung durch unsere Gegner – insbesondere Russland – erstreckt sich über Europa und darüber hinaus und bedroht unsere gemeinsame Sicherheit.“
Beide Nationen wollten durch Informationsaustausch und die Koordinierung bei Überwachung, Abschreckung und Unterbindung von Bedrohungen „feindliche Akteure“ schwächen, hieß es weiter. Burnham sagte: „Angriffe auf unsere Infrastruktur, unsere Unternehmen und unsere Demokratien sind keine ferne Bedrohung. Sie reichen bis in die Wohnungen und Arbeitsplätze der Menschen hinein und sind darauf ausgelegt, uns schwächer und gespaltener zu machen.“
Für den Freundschaftsvertrag, den sogenannten Kensington-Vertrag, werden heute bei einer Zeremonie die Ratifizierungsurkunden ausgetauscht. Mit der Vereinbarung stellen die beiden Länder ihre Beziehungen sechs Jahre nach dem Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union auf eine neue Grundlage. Das 27 Seiten starke Dokument wurde beim ersten Besuch von Merz als Kanzler in Großbritannien im Juli vergangenen Jahres unterzeichnet. Flankiert wird es von einem Aktionsplan mit 17 Punkten zu einer vertieften Zusammenarbeit in den Bereichen Wissenschaft, Technologie, Verteidigung, Sicherheit und Wachstum.
Burnham hatte zuletzt als erster britischer Regierungschef seit dem Brexit konkret von der Möglichkeit zur Rückkehr in die EU gesprochen, der Weg dahin wäre aber auch bei einer Entscheidung für entsprechende Gespräche weit. Deutschland ist laut britischen Angaben der zweitgrößte Handelspartner des Vereinigten Königreichs und trägt rund 155 Milliarden Pfund (umgerechnet rund 183 Milliarden Euro) zur britischen Wirtschaft bei
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