Nach seiner Berufung in den Aufsichtsrat einer russischen Supermarktkette ist Ex-Kanzler Gerhard Schröder von Beschäftigten einer Moskauer Filiale mit Applaus empfangen worden. Schröder betrat an der Seite seiner Ehefrau die Hyperglobus-Filiale im Westen der Hauptstadt lächelnd, wie Aufnahmen des Senders RBC zeigten. „Ich freue mich sehr, hier zu sein, diesen beeindruckenden Markt und die Ergebnisse Ihrer Arbeit zu sehen sowie Sie, meine lieben Kollegen, kennenzulernen“, zitierte der Sender den 82-Jährigen. Der Handelskonzern bestätigte den Besuch.
Schröder steht wegen seiner Verbindungen zur russischen Wirtschaft und zu Präsident Wladimir Putin in der Kritik. Diese Kontakte bestanden auch nach dem russischen Einmarsch in die Ukraine 2022 und den darauffolgenden westlichen Sanktionen fort. Schröder war bis 2005 Bundeskanzler und baute während seiner Amtszeit eine enge Beziehung zu Putin auf. Später war er zudem für russische Staatskonzerne tätig.
Hyperglobus war im vergangenen Jahr von der deutschen Globus Holding abgespalten worden. Russland versucht im Moment, ausländischen Firmen die Kontrolle über deren Vermögenswerte im Land zu entziehen.
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