US-Kriegsminister Pete Hegseth erklärte gegenüber dem konservativen Fernsehsender „Real America’s Voice News“, dass die Hinrichtung von Nidal Malik Hasan öffentlich stattfinden werde. Ein Erschießungskommando werde dem Amokläufer das Leben nehmen, und Amerika könne live dabei sein, so Hegseth. Das Pentagon teilte mit, die Live-Übertragung der Hinrichtung des Attentäters sei in den USA „beispiellos“.

Die Hinrichtung wird demnach am 3. Dezember in Fort Hood im US-Bundesstaat Texas stattfinden. Genau dort, wo der Soldat im Jahr 2009 bei einer Schießerei auf einem Militärstützpunkt 13 Menschen getötet und 32 verwundet hatte.

„Wir werden dafür sorgen, dass die Menschen zuschauen können, dass es öffentlich ist“, sagte Hegseth. Es sei „eine leichte Entscheidung“ gewesen. „Denn die Menschen müssen verstehen, dass ... es für Taten dieser ⁠Art schwerwiegende Konsequenzen gibt“, ​sagte Hegseth.

Der Verteidigungsminister sprach mit dem Sender an Bord des Flugzeugträgers USS Abraham Lincoln. Er besuchte dort die Besatzung, die wegen des Iran-Krieges sehr lange im Einsatz war und jetzt in ihren Heimathafen nach San Diego zurückkehrte.

Auf die Frage, ob Hasan letzte Wünsche geäußert oder Kontakt zur Trump-Regierung aufgenommen habe, antwortete Hegseth lediglich: „Ist mir egal. Wir werden ihn am 3. Dezember sehen.“

Beamte im Pentagon stellten am Donnerstag klar, dass die Hinrichtung per Livestream übertragen werde und weitere Details folgen würden. Pentagon-Sprecher Sean Parnell hatte erklärt, dass Präsident Donald Trump die Hinrichtung Hasans persönlich genehmigt habe.

Hegseth sagte, das Militär habe seit dem Zweiten Weltkrieg keinen Soldaten mehr durch ein Exekutionskommando hingerichtet. Die letzte militärische Hinrichtung fand am 13. April 1961 statt, als der Gefreite John Bennett durch den Strang hingerichtet wurde. Die Regierung Trump hatte kürzlich die zulässigen Hinrichtungsmethoden für schwerste Bundesverbrechen um das Erschießungskommando, den elektrischen Stuhl und den Tod ​durch Giftgas ‌erweitert.

Bei dem Amoklauf des damaligen Majors Nidal Hasan in einer medizinischen Einrichtung des Militärstützpunkts Fort Hood waren zwölf unbewaffnete Soldaten im aktiven Dienst und ein pensionierter Soldat getötet sowie 32 weitere Menschen verletzt worden.

Ein Militärgericht hatte Hasan im August 2013 wegen mehrfachen vorsätzlichen Mordes und versuchten Mordes zum Tode verurteilt. Hasan, der heute 56 Jahre alt ist, wurde bei seiner Festnahme ‌von der Polizei angeschossen und ist seither teilweise gelähmt und auf den Rollstuhl angewiesen. ⁠Die Tat ereignete sich wenige Wochen vor seinem geplanten ​Auslandseinsatz in Afghanistan.

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