Juso-Chef Philipp Türmer sieht den geplanten SPD-Parteitag als Möglichkeit, mit neuem Spitzenpersonal für einen Neustart der Partei zu sorgen und hält dabei offenbar einen Rückzug von Co-Parteichef Lars Klingbeil für möglich.
„Mit dem angekündigten Parteitag ist nun endlich die Grundlage dafür gelegt, dass wir mit der Breite der Partei sämtliche Diskussionen zur Zukunft der SPD führen können“, sagte Türmer dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). „Wir brauchen wieder einen Plan und Ideen für die Zukunft – und Köpfe, die dafür glaubwürdig stehen.“
Dass Parteichef Lars Klingbeil nach dem Rücktritt von Co-Parteichefin Bärbel Bas Bereitschaft für einen umfassenden personellen Neustart signalisiert habe, verdiene Anerkennung. „Es ist gut, dass alles auf den Tisch kommt“, sagte Türmer.
Die SPD will laut Klingbeil ihre gesamte Parteispitze auf einem Parteitag im Dezember oder Januar neu wählen. Ob er erneut als Parteichef kandidieren werde, ließ Klingbeil offen. In der SPD war wegen der schlechten Umfragewerte und Wahlergebnisse zunehmend Kritik an der Parteiführung laut geworden. Unter anderem die Jusos hatten kritisiert, dass Klingbeil wie Bas neben dem Parteivorsitz auch Ministerämter innehaben beziehungsweise hatten.
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