Die ukrainischen Streitkräfte haben nach Angaben von Verteidigungsminister Jewhenij Chmara wieder eine stabile Verbindung zum Satelliteninternet Starlink. „Wir messen eine Geschwindigkeit von über 400 km/h“, sagte Chmara am Samstag auf Anfrage von Journalisten, wie die Nachrichtenagentur Interfax-Ukraine meldete.
Gemeint ist die Geschwindigkeit von Flugobjekten: Seit vergangener Woche hatten sie die Verbindung zu den Starlink-Satelliten verloren, sobald sie schneller als 160 Kilometer pro Stunde flogen. Das betraf Drohnen, mit denen die Ukraine schnelle russische Jetdrohnen abwehrt, ebenso wie eigene Angriffe.
Die Verbindung sei „vor allem wichtig für unsere Front, für unsere Soldaten, für den Einsatz von Drohnen, für Logistik und für Kommunikation“, erklärte Chmara. Den Erfolg schrieb er Präsident Wolodymyr Selenskyj zu: „Dies ist ein weiteres Beispiel dafür, wie der direkte Dialog und die entschlossene Haltung des ukrainischen Präsidenten auf höchster Ebene Ergebnisse bringen.“
Selenskyj hatte noch am Vorabend beklagt, das System funktioniere nicht vollständig. Das Ministerium beobachte den Betrieb weiter, hieß es aus Kiew.
Beziehung zwischen Kiew und Washington deutlich verschlechtert
US-Präsident Donald Trump hatte am Donnerstag gesagt, Elon Musk habe die Drosselung aufgehoben. Danach klagte Kiew jedoch, das System funktioniere weiterhin nicht. Am Freitag kündigte Trump an, er werde mit Musk sprechen, sollte die Ukraine weiterhin Probleme haben.
Die Ukraine führte die Verlangsamung darauf zurück, dass die USA massiven Druck ausübten, damit das Land im Krieg mit Russland nachgebe. Die Beziehungen zwischen Kiew und Washington haben sich in den vergangenen Wochen deutlich verschlechtert. Trump schloss mit Moskau ein Abkommen über die Lieferung von Dieselkraftstoff und setzte geplante Sanktionen gegen Russland aus.
Als Selenskyj den Diesel-Deal kritisierte, forderte Trump die Ablösung des ukrainischen Präsidenten. Musk schrieb auf seiner Plattform X, es sei für den ukrainischen Präsidenten an der Zeit, abzutreten.
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