Nach einem Medienbericht über angebliche „Tricksereien“ der US-Demokraten vor den bundesweiten Parlamentswahlen prüft der Bundesstaat Alaska eine mögliche Klage. Der republikanische Gouverneur von Alaska, Mike Dunleavy, schrieb auf der Plattform X, er habe sein Ministerium für öffentliche Sicherheit angewiesen zu prüfen, ob gegen Gesetze Alaskas verstoßen worden sei und ob Anklagen geboten seien.
Bei dem Fall geht es um zwei Kandidaten auf dem Stimmzettel in Alaska, die beide mit Nachnamen Sullivan heißen und in den Senat in Washington einziehen wollen.
Schon länger verdächtigen die Republikaner die Demokraten, dahinterzustecken und darauf zu setzen, die Verwechslungsgefahr zu nutzen, um die Chancen ihrer demokratischen Kandidatin Mary Peltola zu erhöhen und die des republikanischen Amtsinhabers Sullivan zu schmälern. Beweise gibt es dafür bislang nicht.
Der republikanische Senator Dan S. Sullivan (l.), sein Namensvetter und Herausforderer Daniel Sullivan (r.)Die Parlamentswahlen finden bereits am nächsten Dienstag (3. November) in den USA statt. Die Republikaner wollen ihre hauchdünnen Mehrheiten im Repräsentantenhaus und Senat verteidigen. Es ist unklar, ob die Untersuchung in Alaska noch vor den Wahlen abgeschlossen sein würde.
„NYT“ will von „Geheimplan“ wissen
Die „New York Times“ berichtete über einen angeblichen Geheimplan. Um die Wahlchancen der demokratischen Kandidatin Peltola zu fördern und für Verwirrung unter den Einwohnern Alaskas zu sorgen, hätten Verbündete der demokratischen Kandidatin demnach gezielt nach Menschen gesucht, die den gleichen Namen tragen wie der Amtsinhaber. Ein solcher Namensvetter sollte überzeugt werden, zu kandidieren. Laut der Zeitung bestreitet Peltolas Wahlkampfteam jegliche Beteiligung an der Kandidatur des Namensvetters.
US-Präsident Donald Trump hatte als Reaktion auf den Bericht gefordert, dass der republikanische Amtsinhaber Dan S. Sullivan ohne seine demokratische Kontrahentin Peltola oder seinen Kontrahenten Daniel J. Sullivan auf dem Wahlzettel antreten solle.
In einem Beitrag auf der Plattform Truth Social verlangte er, dass Peltola nicht mehr kandidieren dürfe. Er hatte außerdem das Bundesjustizministerium damit beauftragt, Klage gegen den Bundesstaat einzureichen. Damit soll eine Bestätigung der Wahlergebnisse verhindert werden, falls dem republikanischen Amtsinhaber Dan S. Sullivan wegen einer Namensverwechslung Stimmen fehlen.
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