Nach dem „Spiegel“-Bericht über die Berliner Linken-Spitzenkandidatin Elif Eralp und deren Angst vor Hamas-Sympathisanten in der Hauptstadt hat Unionsfraktionschef Thorsten Frei (CDU) Grüne und SPD zum Abbruch der Koalitionsverhandlungen mit der Linkspartei aufgerufen. „Wer in den eigenen Reihen die Zusammenarbeit mit Hamas-Sympathisanten duldet, kann nicht glaubwürdig Verantwortung für die Sicherheit von Millionen Berlinern übernehmen“, sagte Frei dem „Kölner Stadt-Anzeiger“. „SPD und Grüne müssen die Notbremse ziehen: Mit dieser Berliner Linken darf es keine Regierungskoalition geben“, forderte er.

Zuvor war bekannt geworden, dass Eralp, die Regierende Bürgermeisterin von Berlin werden will, die Sicherheit ihrer Familie in Gefahr sieht, wenn sie sich explizit zu einem bekannten Palästina-Aktivisten äußert. Der „Spiegel“ hatte aus einem internen Vermerk Eralps zitiert, wonach ihr Ehemann und sie „Angst vor diesen Leuten“ hätten. Bezogen sein soll diese Äußerung auf den Hamas-Sympathisanten Ibrahim Ibrahim.

„Niemand darf Angst um sich und seine Familie haben müssen, das gilt selbstverständlich auch für Frau Eralp“, sagte Frei zu den Vorgängen. „Umso erschütternder ist, dass Teile ihrer eigenen Partei mit genau jenem extremistischen Milieu gemeinsame Sache machen, vor dem sie sich fürchtet.“

Eralp bereitet gerade Koalitionsverhandlungen mit Grünen und SPD vor. Da die Linken die Berliner Abgeordnetenhauswahl gewonnen haben, würde Eralp bei erfolgreichen Verhandlungen Regierende Bürgermeisterin von Berlin werden. Allerdings hätte auch eine Koalition der derzeit den Bürgermeister stellenden CDU mit Grünen und SPD eine Mehrheit.

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