Der Intendant des Südwestdeutschen Rundfunks (SWR), Kai Gniffke, war mit einer Grundvergütung von 392.530 Euro im vergangenen Jahr der Top-Verdiener unter dem Spitzenpersonal der ARD.
Das geht aus einer Tabelle hervor, die der Senderverbund am Montag im Internet veröffentlicht hat. Die Tabelle zeigt die Höhe der Grundvergütungen für die neun Intendantinnen und Intendanten. Auf dem zweiten Platz landete demnach die Intendantin des Westdeutschen Rundfunks (WDR), Katrin Vernau, mit 348.000 Euro Grundgehalt – genau so viel wie 2024.
Die Grundvergütung stellt nur einen Teil der Bezüge der Intendantinnen und Intendanten dar. Hinzu kommen Sachbezüge und zusätzliche Leistungen für Tätigkeiten bei Tochterfirmen der Sender oder der ARD.
Auf dem dritten Rang steht die Intendantin des Bayerischen Rundfunks (BR), Katja Wildermuth, mit 340.267 Euro Grundgehalt im Jahr 2025, genauso viel wie 2024. Yvette Gerner, Chefin von Radio Bremen, bekam 289.000 Euro (2024: 284.536 Euro). Auf Gerner folgt Ralf Ludwig, Intendant des Mitteldeutschen Rundfunks (MDR), der 2025 280.750 Euro erhielt, so viel wie 2024. Florian Hager, Intendant des Hessischen Rundfunks, bekam demnach 255.000 Euro Jahresbezüge, wie im Vorjahr.
Joachim Knuth, Intendant des Norddeutschen Rundfunks bis zum 31. August 2025, erhielt 248.636 Euro Grundgehalt, Hendrik Lünenborg, der das Amt am 1. September 2025 übernahm, 102.000 Euro. Der Intendant des Saarländischen Rundfunks, Martin Grasmück, hatte 245.000 Euro Grundgehalt im Jahr zur Verfügung, wie 2024. Ulrike Demmer, Intendantin des Rundfunks Berlin-Brandenburg (RBB), bildete das Schlusslicht unter den ARD-Topverdienern mit 220.000 Euro Grundbezügen im Jahr.
Ebenfalls genannt wird in der Liste das Gehalt des Intendanten der Deutschen Welle (DW), Peter Limbourg, der Ende September 2025 ausgeschieden ist. Dieses belief sich 2025 auf 217.500 Euro (2024: 290.000 Euro). Seine Nachfolgerin, Barbara Massing, die seit dem 1. Oktober 2025 DW‑Intendantin ist, bekam ein Jahresgehalt von 63.750 Euro. Die DW ist Mitglied der ARD, wird aber aus Steuermitteln des Bundes finanziert.
Laut ARD werden Intendanten ebenso wie Direktoren und Hauptabteilungsleiter außertariflich bezahlt. Konkret entscheiden die Aufsichtsgremien der jeweiligen Rundfunkanstalten über die Gehälter. Die Höhe der Vergütung richtet sich demzufolge nicht zwangsläufig nach der Größe der Anstalt in Bezug auf Budget oder Mitarbeiterzahl, sondern wird einzeln ausgehandelt.
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