Eine Studie des Instituts der Deutschen Wirtschaft (IW) in Köln warnt vor dem Einbau neuer Gasheizungen. Die jährlichen Heizkosten bei einer neuen Gasheizung könnten sich bis 2040 fast verdoppeln, berichtete die „Rheinische Post“ am Samstag unter Verweis auf die bislang unveröffentlichte IW-Untersuchung. Der Einbau einer Wärmepumpe dagegen würde das Kostenrisiko in den kommenden Jahren demnach drastisch und spürbar reduzieren.
Beim Einbau einer Wärmepumpe würden die Heizkosten über viele Jahre weitgehend stabil bleiben. In teilsanierten Altbauwohnungen würde dies im Vergleich zur Gasheizung 1000 Euro oder mehr im Jahr sparen.
Vor diesem Hintergrund sieht das Institut das neue Heizungsgesetz kritisch. Die Vorgaben für den Heizungstausch wurden damit abgeschafft, der Einbau von Gas- und Ölheizungen ist weiterhin möglich. Zugleich sollen diese aber zu steigenden Anteilen mit alternativen Brennstoffen betrieben werden, was die Kosten weiter in die Höhe treiben dürfte.
Das neue Heizungsgesetz schaffe neue Unsicherheit, erklärten die IW-Forscher. „Haushalte könnten dadurch zu Investitionen verleitet werden, die zwar kurzfristig zulässig erscheinen, sich langfristig jedoch als unwirtschaftlich oder regulatorisch nicht tragfähig erweisen.“
Die Koalition aus CDU/CSU und SPD hatte das Heizungsgesetz der Vorgängerregierung gekippt. Im Zentrum der Kritik stand die 65-Prozent-Regelung, die nun gestrichen wird. Sie sah vor, dass jede neu eingebaute Heizung mit 65 Prozent erneuerbaren Energien betrieben werden soll. Das galt seit Inkrafttreten der Regelung 2024 zunächst für Neubauten in einem Neubaugebiet.
Künftig sollen neben einer Wärmepumpe, einem Fernwärmeanschluss, hybriden Heizungsmodellen oder einer Biomasseheizung weiterhin auch neue Gas- und Ölheizungen eingebaut werden können – Voraussetzung ist, dass diese ab 1. Januar 2029 einen zunehmenden Anteil CO₂-neutraler Brennstoffe wie Biomethan nutzen. Dies soll den Übergang zum klimafreundlichen Heizen ebnen.
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