Die staatliche Förderung erneuerbarer Energien in Deutschland wird im Jahr 2027 voraussichtlich teurer als von der Bundesregierung geplant. Der Finanzierungsbedarf liege bei 17,52 Milliarden Euro, teilten die vier Übertragungsnetzbetreiber 50Hertz, Amprion, TenneT und TransnetBW am Montag mit. Damit liegt die Prognose rund eine Milliarde Euro über dem Ansatz von 16,5 Milliarden Euro, der im Haushaltsentwurf von Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) für 2027 vorgesehen ist.
Die höhere Prognose verschärft den Druck auf den Bundeshaushalt und fällt mitten in den politischen Streit über die künftige Ausgestaltung der Förderung. Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) will die Subventionen begrenzen und stärker an den Netzausbau koppeln, während die Branche vor einem Abwürgen der Energiewende warnt.
Die Höhe des staatlichen Zuschusses hängt maßgeblich von der Entwicklung der Preise an der Strombörse ab. Fallen die Erlöse für Wind- und Solarstrom niedrig aus, muss der Staat eine höhere Differenz ausgleichen, um die gesetzlich garantierten Vergütungen für Anlagenbetreiber zu finanzieren.
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