Für die deutsche Automobilindustrie kam es im Juli zu einem Rückgang bei Produktion und Export. Gleichzeitig konnten die Neuzulassungen in Deutschland leicht zulegen. Das geht aus aktuellen Zahlen des Verbands der Automobilindustrie (VDA) hervor. Demzufolge wurden im Juli 322.700 Pkw in heimische Werken produziert, sechs Prozent weniger als im Juli 2025. Als Hauptgrund für den Produktionsrückgang nennt der Verband eine mehrwöchige Produktionspause eines Werks, die zur Umstellung auf Fertigung von Elektrofahrzeugen nötig war.
Produktion bleibt unter Vorjahresniveau
In den ersten sieben Monaten wurden 2,43 Millionen Pkw hergestellt, drei Prozent weniger als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Damit liegt die Produktion um 15 Prozent unter dem Niveau des Vorkrisenjahres 2019. Der Export lag im Juli bei 260.000 Einheiten und damit vier Prozent unter dem Vorjahreswert. Seit Januar wurden 1,852 Millionen Pkw exportiert, ebenfalls ein Minus von vier Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.
Bei den Auftragseingängen zeigt sich ein gemischtes Bild: Die Bestellungen aus dem Inland lagen im Juli vier Prozent unter dem Vorjahresmonat, jene aus dem Ausland sogar 15 Prozent darunter. Insgesamt gingen damit 13 Prozent weniger Bestellungen ein als im Juli 2025. Der Auftragsbestand aus dem Inland liegt allerdings zehn Prozent über dem Vorjahreswert.
Die Pkw-Neuzulassungen stiegen im Juli um 1,2 Prozent auf 268.100 Einheiten (wir berichteten). In den ersten sieben Monaten des Jahres wurden insgesamt 1,75 Millionen Fahrzeuge neu zugelassen, ein Plus von fünf Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Das Vorkrisenniveau von 2019 wird damit aber weiterhin um rund 20 Prozent unterschritten. Die Neuzulassungen von BEV, PHEV und FCEV stiegen im Juli um 44 Prozent auf 109.200 Einheiten. Der Elektroanteil an den Gesamtzulassungen erreichte damit 41 Prozent.
E-Autos legen stark zu
In den ersten sieben Monaten des Jahres erreichte der E-Pkw-Markt ein Volumen von 641.000 Einheiten, ein Plus von 38 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Die BEV-Neuzulassungen legten dabei um 50 Prozent auf 446.600 Einheiten zu, das PHEV-Segment wuchs um 17 Prozent auf 194.400 Fahrzeuge.
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