Der Großbrand in einem VW-Autohaus in Düsseldorf ist offenbar durch eine aus einem Elektrofahrzeug ausgebaute Hochvolt-Batterie ausgelöst worden. Nach Angaben der Polizei entstand das Feuer während Arbeiten an dem Energiespeicher in einer Werkstatt des Betriebs, berichtet das Düsseldorfer Newsportal "Lokalbüro" Die Flammen griffen demnach auf ein Fahrzeug über, das sich auf einer Hebebühne befand. Die Ermittlungen zur genauen Brandursache dauern weiterhin an.

Großeinsatz der Feuerweher - ein verletzter Mitarbeiter 

Ein Mitarbeiter des Autohauses wurde bei einem Löschversuch verletzt. Er musste mit einem Rettungshubschrauber in eine Spezialklinik gebracht werden. Ob ein technischer Defekt der Batterie oder ein Fehler bei der Handhabung den Brand ausgelöst hat, ist bislang noch nicht geklärt. Rund 100 Einsatzkräfte der Feuerwehr waren bei dem Brand im Einsatz. Laut Medienberichten wurde für die Löscharbeiten auch ein spezieller Löschcontainer an den Einsatzort gebracht. 

Solche Behälter werden genutzt, um brennende Elektrofahrzeuge oder Batteriesysteme kontrolliert zu kühlen und ein Wiederaufflammen zu verhindern. Brände von Lithium-Ionen-Batterien stellen Einsatzkräfte vor besondere Herausforderungen. Kommt es zu einer sogenannten thermischen Reaktion innerhalb der Batteriezellen, können sich diese trotz erster Löschmaßnahmen erneut entzünden. Deshalb gelten bei Reparaturen und nach Unfällen besondere Sicherheitsvorgaben für Hochvolt-Fahrzeuge. Werkstattmitarbeiter benötigen für Arbeiten an Hochvoltsystemen spezielle Schulungen und Qualifikationen.

E-Autos gelten nicht als brandgefährdeter

Unabhängig von einzelnen Vorfällen weisen Experten regelmäßig darauf hin, dass Elektrofahrzeuge insgesamt nicht häufiger brennen als Fahrzeuge mit Benzin- oder Dieselmotor. Kommt es jedoch zu einem Batteriebrand, sind die Löscharbeiten aufgrund der Bauweise der Energiespeicher häufig aufwendiger. Deshalb setzen Feuerwehren spezielle Löschcontainer oder hitzebeständige Löschdecken ein.

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