Basierend auf einer durchgeführten Diskussion wurden drei zentrale Handlungsfelder identifiziert: Erstens müssen Fahrzeughersteller und Technologieunternehmen dafür sorgen, dass Fahrzeuge den Fahrer unterstützen, anstatt ihn zu überfordern. Zweitens sind regulatorische Rahmen und Durchsetzungsmechanismen erforderlich, die in der Praxis funktionieren und nicht nur theoretisch existieren. Drittens wird der menschliche Faktor als entscheidend hervorgehoben, da dieser noch viele Jahre lang unverzichtbar bleiben wird. Ohne Bewusstsein und persönliche Verantwortung könne es keine sichere Fahrweise geben.

Forschung aus Ismaning für weltweite Verkehrssicherheit

Trüstedt erklärte das Engagement von Allianz in diesem Bereich am Beispiel des vor über fünfzig Jahren gegründeten Allianz Zentrum für Technik (AZT), das Forschung zu sicherer, nachhaltiger und erschwinglicher Mobilität koordiniert und vorantreibt. Allianz erkenne die weitreichenden Auswirkungen von Fahrerablenkung auf die Verkehrssicherheit an und nutze deshalb auch seine eigene wissenschaftliche Expertise, um dieses Problem gründlich und evidenzbasiert zu analysieren. Der Versicherungskonzern teile sein Wissen aber auch international über seine jeweiligen lokalen Einheiten.

Einbindung von Stakeholdern

Matthias Trüstedt räumte im weiteren Verlauf seiner Ausführungen ein, dass die Allianz alle erforderlichen Veränderungen nicht allein erreichen bzw. vorantreiben kann. Deshalb bringe das Unternehmen relevante Stakeholder zusammen, um gemeinsam Fortschritte zu erzielen. Das übergeordnete Ziel sei klar definiert: "Sicherheit fördern, eine solide Wissensdatenbank aufbauen und angemessene Risikoanalysen im Interesse aller Kunden und der Gesellschaft durchführen." Dies soll letztlich zu weniger Schadenfällen und zu befähigten Fahrern führen, die sicher fahren können – national wie auch international.

Wichtiger Dialog für eine Vision-Zero-Zukunft

Letztendlich gehe es im Gesamtkontext um ein noch größeres Anliegen: "Mobilität muss sicher und bezahlbar bleiben." Durch dieses Engagement leiste Allianz auch einen "sehr konkreten Beitrag zur Vision Zero – einer Zukunft, in der niemand auf der Straße sein Leben verlieren muss". Abschließend dankte der Head of Global Property and Casualty allen Teilnehmern für deren konstruktiven und offenen Austausch.  Es sei "wichtig, diesen Dialog mit Entschlossenheit fortzusetzen, um die Straßen für alle sicherer zu machen".

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