Dieses Jahr gab es kaum ein Kinoposter, von dem einem weder Zendaya noch Sandra Hüller entgegenblickten. Die 29-jährige Amerikanerin und die 48-jährige Deutsche könnten auf den ersten Blick unterschiedlicher kaum sein. Doch was sie verbindet, ist, dass sie beide das Kinojahr 2026 beherrschten wie kaum jemand anderes. Wer prägte das Jahr stärker? Der ultimative Showdown.
Wer hat mehr Filme?
Zendaya ist dieses Jahr in vier Filmen zu sehen. Neben der romantischen Komödie „The Drama“ aus der Hipster-Produktionsfirma A24 taucht sie in drei Riesenblockbustern auf: in Christopher Nolans „Die Odyssee“ als Göttin Athene, in „Spider-Man: Brand New Day“ als MJ und bald in „Dune: Teil 3“ als Fremen-Kriegerin Chani vom Wüstenplaneten Arrakis.
Sandra Hüller spielt hingegen in ganzen fünf Produktionen mit: im schwarz-weißen Historiendrama „Rose“ als Frau, die sich als männlicher Soldat ausgibt, in der Weltraum-Komödie „Project Hail Mary/Der Astronaut“ als Wissenschaftlerin an der Seite von Ryan Gosling, im Nachkriegsdrama „Fatherland“ als Thomas Manns Tochter Erika sowie im dokumentarischen Essayfilm „Ingeborg Bachmann – Jemand, der einmal ich war“ die berühmte Schriftstellerin. In Alejandro G. Iñárritus wahrscheinlich noch dieses Jahr in die Kinos kommender Komödie „Digger“ wird sie an der Seite von Tom Cruise zu sehen sein.
Wer hat mehr Zuschauer?
Nimmt man die weltweiten Box-Office-Einnahmen als Kriterium, liegt Zendaya mit ihren Hollywood-Blockbustern klar vorn. „Spider-Man“ verzeichnet bereits jetzt Einnahmen von ca. 1,665 Milliarden Dollar, „Odyssee“ rund 1,105 Milliarden Dollar, und sogar „The Drama“ kann mit 132 Millionen Dollar punkten. Sandra Hüller hingegen weist Zahlen im Millionenbereich nur für „Project Hail Mary“ auf, das mit ca. 583,9 Millionen Dollar geführt wird.
Wie sind die Ratings?
Rechnet man die IMDb-Werte aller Filme von Zendaya zusammen („Odyssee“ 8,5; „Spider-Man“ 8,2; „The Drama“ 7,1), erhält man einen Durchschnittswert von 7,9 Punkten. Für Sandra Hüller („Project Hail Mary“ 8,2; „Rose“ 7,6; „Fatherland“ 7,1; „Ingeborg Bachmann“ 6,4), liegt der Durchschnitt bei 7,3 Punkten. Hier schneidet Zendaya also leicht besser ab.
Wer spielt mit mehr Stars?
Sandra Hüller kann zwar mit Ryan Gosling und Tom Cruise punkten. Zendaya hingegen hat schon allein wegen ihrer Rolle in „Die Odyssee“ gewonnen, da hier hinter jeder Welle ein neuer Superstar lauert: Matt Damon, Tom Holland, Anne Hathaway, Robert Pattinson, Charlize Theron, Lupita Nyong’o, usw.
Wer hat mehr Preise gewonnen?
Bislang sticht hier Sandra Hüller deutlich hervor. Für „Rose“ gewann sie auf der Berlinale den Silbernen Bären als beste Hauptrolle. „Fatherland“ wurde in Cannes mit dem Preis für die beste Regie ausgezeichnet. Die Oscar-Nominierungen hingegen stehen noch aus. Da könnten die beiden Stars um den Oscar für die beste weibliche Hauptrolle für ihre Darbietungen in „Rose“ und „The Drama“ konkurrieren. „Fatherland“ und „Rose“ haben darüber hinaus Chancen auf Nominierungen für den besten fremdsprachigen Film, „Die Odyssee“ könnte als bester Film das Rennen machen.
Von wem gibt es mehr Fotos?
Gibt man bei der Bildagentur-Seite Getty Images die Suchbegriffe „Sandra Hüller 2026“ und „Zendaya 2026“ ein, bestätigt sich der Verdacht, dass Zendaya durch ihre Presse-Touren mit internationalen Blockbustern wie „Odyssee“ und „Spider-Man“ mehr Auftritte unter Blitzlichtgewitter hatte: 5004 Fotos zeigt die Agentur für Zendaya an, 1265 Bilder für Hüller. Eine Google-Bilder-Suche mit den gleichen Suchbegriffen offenbart ein ähnliches Ergebnis: 55.300.000 Bilder von der Amerikanerin, 1.250.000 von der Deutschen.
Wer rettet öfter die Welt?
Hüller gibt in „Project Hail Mary“ zwar alles, um als Wissenschaftlerin die Erde vor einer globalen Katastrophe zu retten. Doch gegen Zendaya, die gleich drei Mal in einem Jahr zur Weltrettung antritt (in „Spider-Man“, „Dune“ und „Odyssee“), kann sie nichts ausrichten.
Das Ergebnis
Betrachtet man die Zahlen allein, liegt Zendaya knapp vor ihrer deutschen Kollegin. Doch das letzte Wort ist noch nicht gesprochen, das Jahr noch lange nicht vorbei. Spannender als die Frage, wer von beiden das Jahr 2026 beherrscht, ist ohnehin die, wann wir endlich einen Film zu sehen bekommen, in dem beide gemeinsam mitspielen.
Die Zukunft
Ideen für Filmprojekte, in denen die beiden Kinoherrscherinnen dieses Jahres endlich aufeinandertreffen könnten:
„V2 Schneider“: Deutschland 1945. Zendaya als amerikanische Soldatin, die eine deutsche Raketenwissenschaftlerin (Hüller) gefangen nehmen und in die USA bringen soll, bevor die Russen dieses wertvolle menschliche Beutegut schnappen.
„Die Wahlverwandtschaften“: Neuverfilmung des Goethe-Romans um eine Viereckbeziehung, bei der das Liebesleben eines Ehepaares durch zwei Neuankömmlinge durcheinandergebracht wird. Hüller als die vernunftbetonte Charlotte, die sich zu einem jungen Hauptmann hingezogen fühlt. Zendaya als die stille Ottilie, die Charlottes impulsiv-leidenschaftlichen Ehemann für sich erwärmt.
„Stirb langsam 5“: Zendaya in ihrer ersten Actionrolle als Tochter von John McClane (ikonisch verkörpert von Bruce Willis), die sich mit der jüngeren Schwester der legendären Terroristenbrüder Hans und Simon Peter Gruber aus Teil 1 und 3 auseinandersetzen muss. Mit Hüller würde die Rolle der deutschen Terroristin erstmals von einer echten Deutschen gespielt. Ihre älteren „Brüder“ (mit RAF und Stasi-Hintergrund) waren Alan Rickman und Jeremy Irons.
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