Zur Grünen Woche in Berlin ab nächstem Montag ruft das Bündnis „Wir haben es satt“ auch in diesem Jahr zu einer Großdemonstration auf. Die Bundesregierung unter Minister Alois Rainer (CSU) setze auf „Stillstand, Rückschritt und Symptombekämpfung“, kritisierte das Bündnis am Donnerstag. Diese „rückwärtsgewandte Agrarpolitik“ falle „zuerst unseren Höfen auf die Füße“.

„Abholzung, Ausbeutung und Umweltzerstörung“

Der Druck der sich schnell verändernden Märkte laste auf den Betrieben, erklärte das Bündnis. Es kritisierte auch das geplante Freihandelsabkommen zwischen der EU und den südamerikanischen Mercosur-Staaten. Das Abkommen bedeute „Abholzung, Ausbeutung und Umweltzerstörung in den Ländern des Globalen Süden“.

Das Bündnis fordert eine langfristige Förderung für den Umbau der Tierhaltung, eine „echte Honorierung“ vom Umwelt-, Klima- und Tierschutz durch Agrargelder, eine Sicherung der gentechnikfreien Lebensmittelerzeugung sowie einen Stopp der Fusionswelle auf dem Milchmarkt.

„Wir haben es satt“ ruft am Samstag, dem 17. Januar, zu einer Demonstration auf. Sie soll um 12.00 Uhr am Brandenburger Tor beginnen. Es ist bereits die 16. Demonstration des Bündnisses in Berlin.

Ihm gehören nach eigenen Angaben rund 60 Organisationen aus Landwirtschaft und Gesellschaft an. Im vergangenen Jahr waren dem Aufruf zur Demonstration in Berlin nach Angaben der Organisatoren rund 9000 Menschen gefolgt.

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