Zwei Monate vor der Landtagswahl in Rheinland-Pfalz liegt die oppositionelle CDU in einer Umfrage weiter vor der regierenden SPD. Allerdings können die Sozialdemokraten um Ministerpräsident Alexander Schweitzer aufholen.

Laut der Befragung des Wahlforschungsinstituts „Infratest dimap“ im Auftrag des SWR-Politikmagazins „Zur Sache Rheinland-Pfalz!“ kam die CDU wie bei der letzten Umfrage im Oktober unverändert auf 29 Prozent der Stimmen. Die SPD legte um drei Prozentpunkte zu und käme aktuell auf 26 Prozent.

Die AfD würde einen Prozentpunkt verlieren und 18 Prozent erreichen. Die Grünen würden unverändert 10 Prozent bekommen, die Linke käme den Angaben zufolge ebenfalls wie im Oktober auf sechs Prozent und hätte damit Aussichten, erstmals in den Landtag einzuziehen. Die Freien Wähler kämen auf vier Prozent, alle übrigen Parteien zusammen auf sieben Prozent, darunter auch die FDP und das BSW.

Die Daten basieren laut SWR auf einer repräsentativen Telefon- und Online-Befragung vom 14. bis 20. Januar, die „Infratest dimap“ unter 1151 wahlberechtigten Rheinland-Pfälzern durchführte.

Der Landtag wird am 22. März gewählt. In der aktuellen „Infratest Dimap“-Umfrage erhielt die Arbeit der aktuellen Ampel-Koalition in Mainz aus SPD, Grünen und FDP ein geteiltes Echo. 44 Prozent der befragten Rheinland-Pfälzerinnen und Rheinland-Pfälzer zeigten sich zufrieden mit der Regierungsleistung, 50 Prozent unzufrieden.

Zwei Monate vor dem Urnengang favorisieren die Menschen in Rheinland-Pfalz für die kommenden fünf Jahre eher eine Landesregierung unter SPD-Führung, auch wenn die CDU in der Sonntagsfrage vorne liegt.

So wünschen sich laut der Umfrage 37 Prozent die Sozialdemokraten an der Regierungsspitze, knapp ein Drittel (31 Prozent) bevorzugt eine CDU-geführte Landesregierung. Knapp jeder Fünfte (19 Prozent) wünscht sich demnach ein von der AfD geführtes Kabinett.

Könnte der Regierungschef direkt gewählt werden, käme Amtsinhaber Schweitzer (SPD) aktuell auf 34 Prozent. CDU-Spitzenkandidat Gordon Schnieder käme der Umfrage zufolge auf 14 Prozent, der AfD-Spitzenkandidat Jan Bollinger auf acht Prozent. 44 Prozent der Befragten waren unentschieden oder machten keine Angabe.

Bei den aktuell drängendsten Problemen in Rheinland-Pfalz stehen Bildungsfragen ganz oben (29 Prozent), gefolgt von Zuwanderung (22 Prozent) und Mobilität (18 Prozent). Als weitere Themen werden Wirtschaft (13 Prozent), Gesundheit (10 Prozent), Wohnen (8 Prozent), soziale Ungerechtigkeit (8 Prozent) und die Haushaltslage (7 Prozent) genannt.

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