FDP-Chef Christian Dürr fordert die Einführung einer zweiwöchigen Sommerschule für Kinder mit schlechten Deutschkenntnissen nach dem Vorbild Österreichs. „Eine solche gezielte Ferienverkürzung muss in allen 16 Bundesländern stattfinden“, sagte Dürr dem Nachrichtenmagazin „Focus“. Gute Deutschkenntnisse seien „die Grundlage für Integration, echte Teilhabe und reale Aufstiegschancen“.

In Österreich haben Kinder, die unzureichend gut Deutsch sprechen, künftig kürzere Sommerferien. Sie werden verpflichtet, eine zweiwöchige Sommerschule zu besuchen, um ihre Sprachkompetenz zu verbessern, wie das Parlament in Wien beschloss. Bei Verweigerung sind Geldstrafen möglich.

Kinder in Österreich haben eigentlich neun Wochen Sommerferien. In Deutschland sind es zwischen sechs und sieben Wochen.

Mehrsprachiges Aufwachsen sei zwar eine Bereicherung, argumentierte Dürr – „doch in der Realität werden noch immer zu viele Kinder eingeschult, die am Ende keine Sprache wirklich gut beherrschen“. Eine vielfältige Gesellschaft brauche eine gemeinsame Sprache – „und das ist bei uns Deutsch“.

Der FDP-Politiker sprach sich außerdem dafür aus, verbindliche Sprachtests für alle Kinder spätestens zwei Jahre vor der Einschulung einzuführen und die Ausgaben für Bildung „auf mindestens 1,5 Prozent der Wirtschaftsleistung in Deutschland“ zu erhöhen.

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