Ermittler haben bei einer weltweiten Razzia gegen Schleuser mehr als 3700 Verdächtige verhaftet. An der Aktion „Liberterra III“ seien Mitte November vergangenen Jahres etwa 14.000 Beamte in 119 Ländern beteiligt gewesen, teilte die internationale Polizeiorganisation Interpol mit. Diese seien knapp 13.000 Menschen auf die Spur gekommen, die vermutlich in Pläne für illegale Zuwanderung verwickelt seien.

Die Behörden hätten mindestens 720 neue Ermittlungen eingeleitet, teilte Interpol mit. Mehr als 4400 potenzielle Opfer seien geschützt worden.

Neue Routen für Menschenschmuggel

„Die kriminellen Netzwerke entwickeln sich weiter und nutzen neue Routen, digitale Plattformen und gefährdete Bevölkerungsgruppen“, sagte Interpol-Generalsekretär Valdecy Urquiza. Im Menschenschmuggel gebe es einen Wandel, erklärte Interpol und verwies auf Fälle, in denen Südamerikaner und Asiaten in Afrika involviert waren.

Früher seien es meist Afrikaner gewesen, die in andere Staaten geschleust wurden. Inzwischen würden Migranten nicht nur auf gefährlichen Routen entlang der afrikanischen Küsten von Senegal und Guinea-Bissau bis Marokko und Algerien abgefangen, sondern auch auf dem Landweg in Peru, Brasilien und anderen Ländern.

Zunahme von Zwangsarbeit

Neben sexueller Ausbeutung spielen zunehmend auch Zwangsarbeit und der Zwang zu kriminellen Tätigkeiten eine Rolle, vor allem in Zentren, die auf Internetbetrug spezialisiert sind, wie Interpol meldet. In Afrika werden Opfer oft mit falschen Jobversprechen angeworben, müssen hohe Gebühren zahlen und werden gezwungen, weitere Menschen zu rekrutieren.

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