Erstmals seit mehreren Monaten liegt die Union in der aktuellen Forsa-Wahlumfrage wieder klar vor der AfD. In der Erhebung vom 20. bis 26. Januar 2026 kommen CDU/CSU auf 26 Prozent, während die AfD auf 24 Prozent zurückfällt. Damit dreht sich ein Kräfteverhältnis, das seit Mitte August 2025 stets zugunsten der AfD ausgefallen war.

Der Trend zeichnet sich bereits seit dem Jahreswechsel ab. Während die AfD im Spätsommer und Herbst 2025 stabil bei 26 bis 27 Prozent lag, konnte die Union, die im Herbst auf 24 bis 25 Prozent abgesackt war, zuletzt wieder zulegen. Der aktuelle Vorsprung ist zwar knapp, aber symbolisch enorm bedeutsam.

SPD und Grüne verharren derweil weitgehend in einer Seitwärtsbewegung. Die SPD pendelt seit Monaten um die 13 bis 14 Prozent, ohne erkennbare Dynamik nach oben oder unten. Die Grünen liegen stabil bei etwa 12 bis 13 Prozent. Beide Parteien profitieren bislang nicht vom leichten Rückgang der AfD.

Die FDP bleibt mit drei bis vier Prozent deutlich unter der Fünf-Prozent-Hürde und verharrt auf niedrigem Niveau. Auch das Bündnis Sahra Wagenknecht kommt konstant auf drei bis vier Prozent und bleibt damit ebenfalls unterhalb der parlamentarischen Relevanzschwelle. Deutlich stärker ist die Linke mit rund 11 bis 12 Prozent.

Auffällig ist zudem der hohe Anteil von Nichtwählern und Unentschlossenen, der seit fast einem Jahr immer weiter zunimmt. In der aktuellen Umfrage liegt er bei 28 Prozent.

Insgesamt zeigen die Forsa-Zahlen seit Juni 2025 ein Bild politischer Verhärtung mit wenigen Ausreißern: stabile Lager, geringe Bewegungen – und nun erstmals wieder ein symbolischer Führungswechsel an der Spitze. Ob die Union ihren Vorsprung gegenüber der AfD verstetigen kann oder es sich um eine Momentaufnahme handelt, bleibt offen.

Das Ergebnis der Forsa-Umfrage im Überblick

  • CDU/CSU: 26 Prozent (+1)
  • AfD: 24 Prozent (−2)
  • SPD: 14 Prozent (+/-0)
  • Grüne: 12 Prozent (+/-0)
  • Linke: 11 Prozent (+1)
  • FDP: 3 Prozent (+/-0)
  • BSW: 3 Prozent (+/-0)
  • Sonstige: 7 Prozent (+/-0)

Für die Umfrage wurden in der Zeit vom 20. bis 26. Januar insgesamt 2501 Personen befragt.

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