Der frühere SPD-Politiker Marco Bülow ist im Alter von 54 Jahren gestorben. Wie die „Ruhr-Nachrichten“ berichten, litt er schon länger an einer schweren Krankheit. Von 2002 bis 2021 saß der gebürtige Dortmunder im Bundestag.

Den Großteil seiner Zeit war er für die SPD im Parlament. Nachdem sich die Sozialdemokraten 2018 jedoch dazu bereit erklärten, erneut eine Koalition mit der CDU unter Angela Merkel einzugehen, trat er aus der Partei aus. Zuvor waren die Verhandlungen über eine Jamaika-Koalition geplatzt. Vor der Bundestagswahl 2021 hatte die SPD eine Zusammenarbeit mit der CDU noch ausgeschlossen.

„Sie kann jetzt nicht das Gegenteil machen, was sie versprochen hat, nur weil die FDP umgefallen ist und Merkel uns ein Stöckchen hinhält“, hatte Bülow damals über seine Partei gesagt. Seit 1992 war er Mitglied der SPD gewesen. Ab 2021 saß er dann parteilos im Bundestag. Ein erneuter Einzug ins Parlament für „Die Partei“ scheiterte.

Fabio de Masi, Bundesvorsitzender des Bündnisses Sahra Wagenknecht, äußerte sich „mit großer Bestürzung“ über den Tod Bülows auf X. „Marco war ein unbestechlicher Kämpfer gegen Korruption und den Lobbyismus des großen Geldes“, schrieb er.

Auch der ehemalige Oppositionsführer im Bundestag, Dietmar Bartsch (Linke) kondolierte auf der Plattform. Bülow sei ein „engagierter Kollege“ geswesen. „Streitbar, selbstbewusst, sehr sozial.“

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