In der juristischen Auseinandersetzung um den Mord am Chef des US-Krankenversicherers United Healthcare darf die Staatsanwaltschaft auf Bundesebene nicht die Todesstrafe gegen den Verdächtigen Luigi Mangione anstreben. Das entschied die zuständige Richterin Margaret Garnett am Freitag. Sie verwarf einen Anklagepunkt wegen Mordes als technisch fehlerhaft. Stalking-Vorwürfe, die eine Höchststrafe von lebenslanger Haft vorsehen, ließ Garnett in Kraft.

Der 27-jährige Mangione hat sich zu Mordvorwürfen sowohl auf bundesstaatlicher als auch auf Bundesebene nicht schuldig bekannt. Auch bei einem Verfahren im Bundesstaat New York droht ihm als Höchststrafe lebenslange Haft. Dort hatte Richter Gregory Carro im September einen Anklagepunkt in Zusammenhang mit Terrorismus gegen Mangione fallen gelassen, einen weniger schwerwiegenden Anklagepunkt wegen Mordes jedoch zugelassen.

Die Geschworenenauswahl im Bundesverfahren soll am 8. September beginnen. Für das Verfahren auf Bundesstaatsebene ist noch kein Prozessbeginn angesetzt. Die zuständige Staatsanwaltschaft in Manhattan forderte am Mittwoch einen Prozessbeginn am 1. Juli.

Bondi hatte Todesstrafe gefordert

Mangione soll den Versicherungsmanager Brian Thompson erschossen haben, als dieser am 4. Dezember 2024 zu einer Investorenkonferenz in Manhattan ging. Auf Überwachungsaufnahmen, die die Tat zeigen, ist eine maskierte Person zu sehen, die von hinten auf Thompson feuert.

Mangione, Absolvent einer der als Ivy League bekannten acht US-Elite-Universitäten, ist seit seiner Verhaftung zu einer Symbolfigur für die Frustrationen mit der Krankenversicherungsbranche geworden und hat eine eingeschworene Anhängerschaft gewonnen, die zu seinen Gerichtsterminen auftritt.

Die Anwälte Mangiones haben dem Justizministerium eine Vorverurteilung ihres Mandanten vorgeworfen. Ministerin Pam Bondi hatte im März 2025 erklärt, die Todesstrafe sei in dem Fall geboten, weil es sich um einen vorsätzlichen und kaltblütigen Mord handele, der Amerika schockiert habe.

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