Das US-Militär errichtet nach Angaben von Präsident Donald Trump einen „gewaltigen Komplex“ unter dem im Bau befindlichen neuen Ballsaal des Weißen Hauses in Washington. „Er befindet sich im Bau. Wir kommen gut voran. Wir liegen gut im Zeitplan“, sagte Trump am Sonntag zu Journalisten an Bord des Präsidentenflugzeugs Air Force One. Der Ballsaal werde praktisch zu einer Hülle für den Bereich darunter.
Nähere Angaben zu dem unterirdischen Komplex machte Trump nicht. Informationen zu dem Vorhaben seien überhaupt erst durch eine „dumme Klage“ an die Öffentlichkeit gelangt, sagte er.
Bauarbeiten am Ballsaal des Weißen Hauses, wo früher der Ostflügel standTrump hatte den Ostflügel des Weißen Hauses im Oktober abreißen lassen, um Platz für den Ballsaal zu schaffen. Dieser soll laut Trump Platz für tausend Gäste bieten. Inzwischen gibt der Präsident die Kosten mit 400 Millionen Dollar an – das Doppelte des ursprünglich geplanten Betrages.
Der Ballsaal soll nach dem Willen Trumps mit viel Gold, Marmor, Stuck und üppigen Lüstern ausgestaltet werden. Der Präsident hat dafür nach eigenen Angaben umfangreiche Spenden aus der Privatwirtschaft eingeworben.
Das Bauvorhaben wird unter anderem vom Denkmalschutz scharf kritisiert, der in die Pläne nicht eingebunden war. Die Opposition im Kongress wirft dem Präsidenten Verschwendung vor.
Ein Modell des Weißen Hauses und des neuen Ballsaals (r.)Donald Trump will offenbar auch ein unterirdisches Besucherzentrum am Weißen Haus errichten lassen. Dort sollen Touristen, Reisegruppen und Besucher von Großveranstaltungen künftig die obligatorischen Sicherheitskontrollen durchlaufen, bevor sie das Gelände der Regierungszentrale in der US-Hauptstadt betreten dürfen. Pläne für das Bauprojekt, das im August beginnen und zwei Jahre dauern soll, wurden bei der zuständigen Planungskommission eingereicht und im Internet veröffentlicht.
Die mehr als 3000 Quadratmeter große Anlage soll ein Dauerprovisorium beenden. Derzeit müssen Besucher zur Sicherheitskontrolle containerartige Wachhäuschen und Zelte passieren, um auf das Gelände des Regierungssitzes zu gelangen.
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