Aus einem Flugzeug auf dem Weg von Dubai nach Tel Aviv ist nach Medienberichten wegen einer Prügelei zwischen den Piloten ein Notsignal gesendet worden. Schließlich landete die Maschine in Saudi-Arabien. Eine zunächst befürchtete Entführung des Flydubai-Flugs FZ 1073 habe sich nicht bestätigt, berichteten israelische Medien. Das Flugzeug sei über Saudi-Arabien abgedreht und auf dem Flughafen Tabuk gelandet. Flydubai bestätigte laut dem Sender Al-Arabija einen „Vorfall“ an Bord.
Zuvor war berichtet worden, die Maschine habe zunächst den Code 7700 abgesetzt, der auf eine allgemeine Notlage hinweist, und anschließend den Code 7500, der zur Meldung einer Flugzeugentführung oder einer anderen Form unrechtmäßiger Einflussnahme an Bord verwendet wird. Die israelische Luftwaffe ließ vorsorglich Kampfjets aufsteigen.
Piloten sollen sich im Cockpit geprügelt haben
Der israelische TV-Sender N12 berichtete, der Pilot sei russischer und der Copilot ukrainischer Abstammung. Sie hätten sich im Cockpit geprügelt, bis einer von ihnen das Bewusstsein verloren habe. Dafür gab es zunächst keine offizielle Bestätigung.
Mehrere israelische Journalisten veröffentlichten auf X Fotos, auf denen ein Mann mit blutverschmiertem T-Shirt zu sehen ist.
Nach einem Bericht der „Jerusalem Post“ soll einer der beiden Piloten seinen Kollegen während des Flugs mit einem Messer attackiert und anschließend versucht haben, die Kontrolle über die Maschine zu übernehmen.
Ein nicht genannter israelischer Regierungsvertreter sagte der Zeitung, der Pilot habe möglicherweise beabsichtigt, das Flugzeug abstürzen zu lassen.
Während der Auseinandersetzung verlor die Maschine laut ihm zeitweise rund 4000 Meter an Höhe. Laut „Flightradar24“ sackte der Flieger binnen zwei Minuten von einer Flughöhe von 34.000 Fuß (10.363 Meter) auf 17.550 Fuß (5350 Metera) b. Das entspricht einem Höhenunterschied von 16.450 Fuß (5013 Meter)
Weitere Besatzungsmitglieder und Passagiere hätten den Mann schließlich überwältigt. „Eine große Katastrophe wurde verhindert“, zitierte die Zeitung den israelischen Offiziellen.
An Bord der Maschine waren nach Informationen der israelischen Zeitung „Haaretz“ etwa 180 Israelis. Israel und Saudi-Arabien unterhalten keine diplomatischen Beziehungen.
Das Flugzeug war am Mittwochmorgen von Abu Dhabi nach Tel Aviv gestartet. Über Jordanien änderte der Flieger seinen Kurs und flog in Richtung Saudi-Arabien, wie im Online-Portal „Flightradar24“ zu sehen war.
Das israelische Militär teilte zu dem Vorfall mit, Generalstabschef Ejal Zamir berate sich gegenwärtig mit ranghohen Kommandeuren, darunter der Chef der Luftwaffe.
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