US-Präsident Donald Trump will nach eigenen Angaben „sehr bald“ mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin über einen möglichen Pestfall in Russland sprechen. Anlass ist der Tod einer Mitarbeiterin des Irkutsker Forschungsinstituts für Seuchenbekämpfung in Sibirien und im Fernen Osten, das unter anderem zur Pest forscht. Die Frau war nach Angaben der russischen Behörden an einer Lungenentzündung unbekannter Ursache gestorben.

Auf die Frage nach der Einschätzung der US-Geheimdienste sagte Trump im Weißen Haus, die USA führten dazu „sehr intensive Gespräche“. Voraussichtlich am Mittwoch könne genauer darüber berichtet werden. Trump hatte bereits am Montag erklärt, die USA seien bereit, Russland bei der Bewältigung der Situation zu helfen. „Es ist eine schwere Krankheit“, sagte Trump.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) stufte das Risiko außerhalb Russlands am Dienstag als „sehr gering“ ein. Die UN-Organisation erklärte, sie stehe nach Berichten über den Tod der Institutsmitarbeiterin in Kontakt mit den russischen Behörden.

Angespannte Phase zwischen Washington und Moskau

Das geplante Gespräch mit Putin fällt in eine angespannte Phase zwischen Washington und Moskau. Die Trump-Regierung muss bis zum 18. Oktober entscheiden, welche russischen Einrichtungen, Unternehmen oder Personen sie nach einem neuen US-Sanktionsgesetz mit Strafmaßnahmen belegen will. Trump hatte den sogenannten Lindsey O. Graham Sanctioning Russia and Iran Act am 18. September unterzeichnet.

Die Ukraine hat der US-Regierung und dem Kongress eine Liste russischer Unternehmen, Schiffe und Personen vorgelegt, gegen die sie Sanktionen nach dem Gesetz fordert.

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