Besonderer Anblick im Kieler Hafen: Am Mittwoch rollten dort erstmals zwei der neuen Leopard 2 A8. Sie sind mit der Fähre „Color Fantasy“ nach Oslo gebracht worden. Das berichten die „Kieler Nachrichten“. Das Fährschiff wird von der Reederei als „Kreuzfahrtschiff mit Autodeck“ vermarktet, wird aber als Autofähre geführt.
Der Leopard 2 A8 kostet knapp 30 Millionen Euro und wiegt 69 Tonnen. Die norwegische Armee hat 54 dieser Kampfpanzer bei der Firma KNDS in München bestellt.
„Sie gehören zu den ersten Exemplaren dieses Typs für Norwegen“, sagt Christian Budde, Sprecher des Herstellers KNDS, den „Kieler Nachrichten“. „Diese Panzer lassen sich angesichts ihrer Größe natürlich schwer verstecken.“
Für den Transport seien die Panzer auf Tieflader gerollt und als Schwertransport auf die Autobahn bis Kiel geschickt worden, heißt es in dem Artikel. Die Kiel-Oslo-Fähren haben speziell für Panzer und Schwergut geeignete Rampen, damit die fast 100 Tonnen schweren Sattelzüge mit den Panzern auch sicher an Bord rollen können.
Insgesamt liegen KNDS rund 350 Bestellungen für diesen Panzertyp vor, die Bundeswehr bekommt 123. Sie sollen ebenfalls in Kürze zur Auslieferung kommen. In Europa verlassen sich bereits 18 Nationen auf den Leopard-2-Kampfpanzer von KNDS Deutschland. Weltweit hat das System 23 Nutzerstaaten.
Boris Pistorius nimmt am Roll-out des Leopard 2 A8 und der Panzerhaubitze 2000 des Rüstungskonzerns KNDS teilIm Beisein von Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius, der norwegischen Verteidigungsstaatssekretärin Marte Gerhardsen und des bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder hatte im November 2025 am Standort München der sogenannte Roll-out der KNDS-Systeme Leopard 2 A8 und der Panzerhaubitze 2000 für die Bundeswehr sowie für die norwegischen Streitkräfte stattgefunden.
Damals hatte der CEO von KNDS Deutschland, Ralf Ketzel, den Tag als „Meilenstein sowohl für die schnelle und moderne Ausstattung der Bundeswehr als auch für die gute und enge Kooperation Europas im Bereich der Landsysteme“ bezeichnet. Der Roll-out zeige die vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Norwegen und Deutschland und sei gleichzeitig der Start für eine einheitliche europäische Beschaffung, zu der auch Litauen, die Niederlande und Tschechien beigetreten sind.
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