Die dänische Ostseeinsel Bornholm ist aktuell von einem massiven Stromausfall betroffen. Grund ist laut der dänischen Tageszeitung „Jyllands-Posten“ ein Defekt an einem Unterseekabel.

„Wir können noch nicht viel sagen. Es handelt sich um eine Störung im Unterseekabel, das ganz Bornholm versorgt“, erklärt Katrine Warren, Pressesprecherin des Energieversorgungsunternehmens Trefors, gegenüber TV 2 Bornholm. Eine entsprechende Alarmmeldung sei um 10.16 Uhr bei Trefor eingegangen.

Das Versorgungsunternehmen schreibt auf seiner Webseite, dass es auf der gesamten Insel zu Stromausfällen und Ausfällen bei der Wasser-, Heizungs- und Kommunikationsversorgung kommen kann. Laut Trefor sind 18.572 Haushalte von dem Stromausfall betroffen.

Es werde „unter Hochdruck“ an der Behebung des Fehlers gearbeitet. Die Stromversorgung soll voraussichtlich gegen 21 Uhr wiederhergestellt sein, heißt es.

Die Bornholmer Polizei ermittelt wegen des Stromausfalls, teilte die Pressestelle des Polizeibezirks der Nachrichtenagentur Ritzau mit.

Bornholm ist eine dänische Ostseeinsel vor der Südküste Schwedens mit etwa 40.000 Einwohnern, die sich auf einer Fläche von knapp 590 km² verteilen. Demnach ist etwa jeder zweite Bewohner der Insel von dem Stromausfall betroffen.

Insel mit hoher militärischer Bedeutung

Bornholm ist von hoher strategischer Bedeutung für die militärische Kontrolle der Ostsee. Zuletzt gab es wiederholt Verletzungen des dänischen Luftraums und der Hoheitsgebiete rund um die Insel durch russische Kampfflugzeuge und Kriegsschiffe.

Am 26. September 2022 ereigneten sich zudem an den beiden Gasleitungen Nord Stream 1 und Nord Stream 2 nahe der dänischen Insel mehrere Explosionen. Drei der vier Stränge der beiden Leitungen wurden dabei schwer beschädigt. Die mutmaßlichen Täter sollen über Mittelsmänner eine Segeljacht in Rostock gemietet und damit den Sprengstoff zu den Gasleitungen gebracht haben. Ermittler fanden an der „Andromeda“ später Spuren von Sprengstoff.

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